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Testfamilie Maier-Rapaport in der Residenz Hofgut Kürnach  

 

 

20. März 2005
Am Sonntag, den 20. März 2005 begann unsere Anreise zum Hofgut Kürnach . Von München fuhren wir schon am Morgen zum Skyline-Park in Bad Wörishofen, für den wir Freikarten erhalten hatten. Es war erst der zweite offene Tag dort in dieser Saison nach der Winterpause, weshalb zu unserem Glück sehr wenige Leute dort waren und wir kaum anstehen mussten.
Für unseren Noam, der sieben ist, war mit das Schönste, dass er gleich zweimal Achterbahn fahren durfte, obwohl er eigentlich von allem sehr begeistert war. Für die Kinder war es herrlich, unbegrenzt mit allen Attraktionen fahren zu können.
Es ist dort für alle Altersgruppen gesorgt. Es gibt Kleinkindbereiche, jedoch auch für die größeren Kinder und selbst für die Erwachsenen ist für Adrenalinspritzen gesorgt. Vier bis fünf Stunden verbrachten wir dort, ehe wir uns nur sehr ungern losreißen konnten und weiterreisten.

Auf dem Hofgut Kürnach, wo wir gegen fünf Uhr ankamen, wurden wir sehr herzlich begrüßt. Wir waren sehr beeindruckt von den Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen. Einer der Angestellten brachte uns in das großzügige 2-Zimmer-Appartment, indem es auch eine Kochnische gibt. Alles ist sehr gemütlich und komfortabel eingerichtet, sodass man sich auch gut vorstellen kann, mal Regentage innen verbringen zu können. Auf den Kinderbetten lagen zur Begrüßung zwei Kuschelbärchen und auf den Tischen Obstteller.

Uns tat es richtig leid, keine Kleinkinder mehr zu haben, weil hier wirklich für alles gesorgt wurde, angefangen vom Kinderbett, Toilettensitzverkleinerer, Nachttopf über Babynahrungswärmer bis zum kleinen Hocker im Bad, sodass auch die Kleinen über den Waschbeckenrand schauen können. Unsere Kinder sind schon 7 und 10 Jahre alt, sodass sie diese Dinge nicht mehr benötigen.

Wir machten einen Rundgang durch das sehr gepflegte und angenehme Hotel und entdeckten ein Kinderzimmer, ein helles Hallenbad mit Kinderrutsche, das von 9 Uhr bis 20 Uhr den Kindern zur Verfügung steht und morgens und abends nur für die Erwachsenen, eine Kegelbahn, Billard, Tischtennis, Wellnessbereich und ein Restaurant sowie zwei Barbereiche. Alles in allem hatten wir einen sehr guten ersten Eindruck von unserer Unterkunft und waren froh hier gelandet zu sein.

Am Abend waren wir sehr zufrieden mit dem äußerst netten und aufmerksamen Servicepersonal und natürlich mit dem leckeren 3-Gänge-Menü. Um uns herum gab es viele Familien, was zu einer unverkrampften Atmosphäre führt, da nicht nur unser Kind sich wie ein Kind benimmt.


21.März 2005
Leider wurden wir heute von unserer über Nacht erkrankten Tochter Mayan schon um 6 Uhr morgens geweckt. Der Grippevirus hat uns anscheinend doch noch erreicht. So konnten wir das gute und reichhaltige Frühstücksbufett genießen, sie ging jedoch wieder appetitlos zurück ins Bett. Draußen herrlicher Sonnenschein und wunderschöne Landschaft, die ruft. So was nun? Da Mayan immer wieder in längeren Tiefschlaf fiel, konnten wir zumindest die viele Möglichkeiten in und ums Haus erkunden und nutzen. Der Vater ging mit dem Sohne erst einmal ins Hallenbad und wurde nicht mehr gesehen. Während die Mutter die Sonne genoss und schon mal alles entdeckte, was sie anschließend den Kindern zeigen könnte.

Es gibt hier einen Streichelzoo mit vielen Tieren: Pferde, Hasen, Ziege, Schweine, Ferkelchen, Gänse und Hühner, ein großer Spielplatz lockt, Tennis und Fußballplätze sind leider noch mit Schnee bedeckt, Bänke laden zum Verweilen und Sonnen ein. Rundherum fangen Wanderwege für alle Konditionen an. Noam war ganz begeistert von den Tieren und ließ sich ständig damit fotografieren, außerdem hatte er die Idee, dass wir doch eigentlich eines der Ferkel mit nach Hause nehmen könnten in unseren Garten. Natürlich waren die Eltern nicht so begeistert.

Mittags machten wir Brotzeit in dem geräumigen Wohnzimmer und spielten im Anschluss Monopoly, wofür unsere Tochter auch wieder auferstand. Den nächsten Tiefschlaf von ihr nutzen wir für einen kurzen Spaziergang in den Wald, bevor wir uns den Händen des Masseurs hingaben. Wir hatten einen Gutschein für je eine halbe Stunde Massage in unserem Paket erhalten. Jede Minute genossen wir und vielleicht leisten wir uns das Vergnügen noch einmal.

Die Reitgutscheine müssen noch bis zur Gesundung von Mayan auf ihre Einlösung warten. Immerhin kann man von unserem Zimmer aus direkt die Reitstunden unter freiem Himmel beobachten, was die Kinder dann auch taten.

Die verbleibende Zeit bis zum Abendessen (zwischen 18.00 und 21.30 Uhr möglich) nutzen wir noch für einen Lebensmitteleinkauf im 8 km entfernten Buchenberg, näher gibt es keine Einkaufsmöglichkeit.

Das Abendessen war wieder sehr lecker und wurde von einem interessanten und lustigen Gespräch mit dem Besitzer des Hofgutes gekrönt. Da Mayan mit beim Abendessen saß und wir die Bedienung nach einem Salbeitee fragten, bekamen wir gleich ein ganzes Paket Fiebertee geschenkt, was ja nun wirklich nicht selbstverständlich ist. Die Bedienung wendet sich auch persönlich an die Kinder, ob es ihnen geschmeckt hat oder ob sie eine andere Suppe möchten als die, die im Menü steht, was positiv auffällt.


22. März 2005
Heute früh teilten sich die Parteien in männlich und weiblich, denn der letztere Teil fühlte sich noch etwas krank und entschied sich etwas körperlich nicht Anstrengendes zu unternehmen. Die Männer, also Doron und Noam, entschlossen sich den schönen Tag zum Skifahren zu nutzen und fuhren mit dem Auto zum Fellhorn bei Oberstdorf, um den Gutschein für das Skigebiet dort zu nutzen. Dort stellte sich heraus, dass die Preise zum Ausleihen einer Skiausrüstung sehr überteuert sind, z.B. 20 Euro für nur ein Paar Erwachsenenski pro Tag. Die Fellhornbahn mit 60 Passagieren in einer vollbesetzten Kabine stellte sich für so einen kleinen Mann wie Noam (120 cm) als klaustrophobisch heraus. So entschieden sich die beiden, schon bei der Mittelstation auszusteigen. Es gibt in diesem Skigebiet mehr rote als blaue Pisten, was für einen Anfänger sehr anstrengend ist.  Obwohl der Schnee schon sulzig war, hatten die beiden trotz allem viel Spaß miteinander. Noam wurde bewundert für seinen Mut, sogar die Talfahrt zu wagen, die nicht besonders einfach ist. Er bewältigte die ganzen Pisten mit vielen Stürzen, doch frohen Mutes.

Wir, die Frauen Elisabeth und Mayan, frühstückten in Ruhe fertig und gaben an der Rezeption Bescheid, dass sie den Ausflug in die Hofkäserei Haggenmüller mitmachen wollten. Nach zehnminütiger Fahrt Richtung Wiggensbach setzte uns der Fahrer auf dem Bauernhof ab. Ein sehr netter Bauer führte uns in die Geheimnisse der Käseherstellung ein. Es war sehr interessant und wir erfuhren allerlei Interessantes auch generell zur Lage der Bauern hier im Allgäu und speziell in der hiesigen Region. Nachdem wir bei der Käseherstellung zuschauen konnten und auch das Lager besichtigt hatten, gingen wir noch in den Kuhstall, wo die Kälber ganz begeistert unsere Hände ableckten und die Kühe uns mit großen Augen anglotzten. In dem Käseladen fanden wir eine Vielfalt von Käsesorten, die wir auch kosten durften und es ließ sich nicht vermeiden: Wir kauften über ein Kilo verschiedener Sorten des hervorragenden Käses sowie feines Hanf-, und Walnussöl. Sogar Bärlauchnudeln und Ruccolapesto erstanden wir begeistert. Schwer beladen ging es dann zurück zum Hofgut Kürnach. Als Mittagessen gab es sofort leckeren Weinkäse.

Danach erkundigten wir uns wegen der Reitstunde und bekamen die Information, dass wir morgen antreten konnten. Anschließend machte Elisabeth einen Spaziergang auf dem „Lustwegele“ und hielt auf einer sonnigen Bank ihre wohlverdiente Mittagsruhe, während Mayan den Spielplatz erkundete. Gemeinsam spielten wir dann noch das Riesenschach im Freien, wo sich Mayan mit zwei gleichaltrigen Kindern anfreundete und mit ihnen gleich eine Partie spielte. Wir verwöhnten uns dann mit Limo, Kaffee und Kuchen auf der schönen Terrasse.

 Krönender Abschluss des Tages ein Bufett zum Abendessen und als zweite Nachspeise eine Runde Kegeln zu viert.

23. März 2005
Wieder ein wunderschöner Sonnentag und wir Erwachsenen entschieden uns zur Breitachklamm zu fahren, die ca. 50 Minuten mit dem Auto entfernt liegt. Die Kinder wären am liebsten hier geblieben. Dort angekommen mussten wir allerdings feststellen, dass die Klamm wegen Schneeschmelze geschlossen ist und erst Anfang Mai wieder öffnen wird. Im ersten Moment waren wir sehr enttäuscht, bis uns einfiel, dass die Sturmannshöhlen mit ihren 120 Millionen Jahre alten Gesteinsformationen nicht weit entfernt sind. So fuhren wir dort hin. Nach einem 15 minütigen Spaziergang landet man bei der Kasse und weitere 15 Minuten den Berg hinauf am Eingang der Höhlen, wo zu jeder vollen Stunde eine Führung stattfindet. Die Kinder waren auch ganz begeistert von dem Innenleben und besonders von der Fledermaus, die die Gruppe in ihrem Winterschlaf störte.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz machten wir ein feines Picknick zu Füssen eines Wasserfalls und plätschernden Bächlein. Die Kinder erkundeten die Landschaft und entdeckten eine Quelle. Leider konnten wir nicht mehr lange bleiben, weil schon das nächste Ereignis rief.

Die Kinder hatten um 17 Uhr je eine halbe Stunde Reiten auf dem Hofgut gebucht. Die sehr nette Reitlehrerin Sonja, die mit den Kindern hervorragend umgehen konnte, machte mit ihnen Reiterspiele, wobei sie sich erstmal an das Pferd und das Reiten sowie den Umgang mit dem Pferd lernen sollten. Unser Cowboy und Cowgirl waren sehr enttäuscht, aber dennoch glücklich als die Zeit so schnell vorbei war.

Es blieb noch ein bisschen Zeit, die wir zum Fußballspielen auf der Wiese, wo auch kleine Tore stehen, nutzen konnten, da inzwischen der Schnee weg geschmolzen war. Elisabeth setzte sich auf das entdeckte Sonnenbänkchen auf dem Lustwegele mit einem Buch und beobachtete von oben das Geschehen.

Dann rief schon wieder das Abendessen und wir hatten das Gefühl, das die Tage immer schneller vorbeigingen. Mit vollem Bauch standen wir dann um 19.30 Uhr an der Rezeption, um die Fackeln für die angesetzte Waldwanderung zu kaufen. Der Förster der Gegend führte uns am Waldrand entlang, nachdem er uns mit einer Allgäuer Sage über das Knochenmännlein eingestimmt hatte. Mehrere Familien waren mit dabei und alle hatten viele Fragen an den Förster über den Wald. Anhand der Toblerone-Schokolade erklärte er uns, was ein Tobel ist. Wer des Rätsels Lösung wissen will, muss selber herkommen! Natürlich waren die Kinder glücklich, als die Schokolade dann noch verteilt wurde. Außerdem zeigte der Förster uns ein Zauberholz, durch das man Seifenblasen pusten kann, eine Waldrebe, wie wir erfuhren.

Zum Abschluss des Tages hielten wir noch einen netten Plausch in der Bar mit den neuen Bekannten hier im Hofgut.

24. März 2005
Leider war heute unser letzter Tag hier, morgen geht es an die Heimreise. Wieder strahlte die Sonne und die Berge riefen ganz deutlich. Nach einem schönen Frühstück mussten wir erstmal die Kinder überzeugen, mit uns mitzufahren. Viel lieber wären sie wieder mal hier geblieben. So versprachen wir ihnen, dass wir den Vormittag und sie den Nachmittag gestalten dürften. Der Vormittag dauerte dann bis vier Uhr, doch sie kamen auch auf ihre Kosten. Wir fuhren zum Nebelhorn, um den herrlichen Tag zu genießen und die 400 Gipfel, die man von dort oben sehen kann, zu bestaunen. Hierzu benutzten wir die restlichen Gondelgutscheine und schwebten mit drei verschiedenen Gondeln auf 2224 m Höhe auf den Nebelhorngipfel.

Von dort oben eröffnet sich ein traumhafter Blick auf eine phantastische Bergschneewelt. Nachdem wir das Gipfelkreuz erklommen, uns satt gegessen und geschaut hatten, fuhren wir zur Mittelstation Höfatsblick, wo wir den Panoramaweg entlang spazierten und die Paraglider beneideten sowie die Skifahrer, denn wir hatten unsere Bretteln nicht dabei. Schade, denn es gab auch Übungs-, und Anfängergelände bei der Station weiter unten, die Seealpe, die auf 1280 m liegt. Dort stiegen wir dann auf Wunsch der Kinder noch einmal aus, denn es wartete ein besonderes Vergnügen auf sie. Ein Funsportgelände mit Tubingbahn und anderen Schneefahrzeugen für Kinder erwartete sie dort. Sie liehen sich alles Mögliche aus und hatten eine Mordsgaudi. Wir übrigens auch, als wir uns mit den Kindern auf die Tubingbahn schwangen und kreischend nach unten flutschten. So schnell wurde es 16 Uhr und es war allerhöchste Zeit zurückzufahren, um all die Wünsche der Kinder auf dem Hofgut noch zu verwirklichen.

Ein schneller Kaffee und schon ging’s dann wieder zum Fußballspielen bis es dunkel wurde. Während Elisabeth eine weitere Massage genoss, spielte Doron mit den Kindern Billard und Tischtennis. Zum Abendessen trafen wir uns wieder, inzwischen schon ziemlich müde von dem ereignisreichen, schönen Tag. Wir hatten einen gesegneten Appetit und Nachfassen für die hungrigen Kinder war kein Problem. Leider blieb keine Zeit mehr zum Kegeln, was Noam noch furchtbar gerne gemacht hätte.

Sodann verabschiedeten wir uns von dem gleich bleibend netten und aufmerksamen Bedienungspersonal.

Schon sitzen wir wieder da und überlegen, was wir noch Schönes auf unserer Heimreise anstellen könnten. Doch jetzt geht´s erst einmal ins Bett.


25.03.05
Zum Abfahrtstag wäre noch zu sagen, dass uns die Heimreise über das Schloss Neuschwanstein führte, wo wir dann den regnerischen Abschlusstag herrlich beendeten. Die ganze Familie war begeistert und verzaubert.

Alles in allem haben wir eine herrliche Zeit an einem wundervollen Fleckchen Erde verbracht und würden am liebsten hauptberuflich Testfamilie bei Kinderland werden!

Vielen Dank, wir fanden es rundherum klasse und können es nur wärmstens weiter empfehlen.

Die Familie Sauerhering von der Residenz Hofgut Kürnach freut sich sehr über diesen schönen und ausführlichen Bericht der KinderlandTestFamilie Maier-Rapaport

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